Wolfgang Bittscheidt

Der Orthopäde wandte sich 1997 nach 25 Jahren ärztlicher Tätigkeit den geistig-energetischen Heilweisen zu. Gemeinsam mit der Heilerin Teresa Schuhl gründetet er 2007 die Ärzteakademie für Geistiges Heilen, um die ganzheitliche Arbeitsweise des geistigen Heilens klassischen Schulmedizinern nahe bringen zu können.
Bittscheidt ist u. a. Autor von Geistiges Heilen — Energetische Heilkunst. Aus meiner Praxis als Arzt und Heiler (MensSana 2007).

"Ohne den Bereich des Geistigen sind unsere Strukturen nichts als eine leere Hülle." Wolfgang Bittscheidt
 
Herr Dr. Bittscheidt, was verstehen Sie unter dem „Geist des Heilens?"

Die Sprache, die das Universum, die jedes Lebewesen versteht, ist unser Geist, sind unsere Gedanken, behaftet mit der erstaunlichen Tendenz sich in die Materie hinein zu verdichten. Und wenn wir unsere Gedanken mit positiven Emotionen unterlegen, dann ist das so, als würden wir die Gedanken hinsichtlich ihrer realitätsbildenden Kraft mit einer zusätzlichen Schubrakete ausstatten. Dafür liefert uns die modernste Physik reichlich Beweise. Die höchste Emotion aber ist die Liebe, und insofern ist die Liebe der stärkste Treibsatz, wenn es darum geht, unsere Gedanken in die materielle Wirklichkeit zu übertragen. Damit haben wir einen Schlüssel in der Hand, unsere Selbstheilungskräfte und damit Gesundheit und Krankheit zu beeinflussen. So erschließen wir uns eine Heil-Kunst mit Hilfe unseres Bewusstseins, eine uralte Kunst, die unter der materiebezogenen Kultur der Moderne fast in Vergessenheit geraten ist.

Ebenso wie die Vertreter der konservativen Medizin sprechen auch Sie von Heilkunst. Was verstehen Sie denn darunter?

Unter Heil-Kunst verstehe ich die Gesamtheit dessen, was uns heute zum Heilen und Heilwerden zur Verfügung steht. Ich zähle dazu die Möglichkeiten der modernen westlichen Medizin ebenso wie Formen des energetischen Heilens - etwa die Akupunktur - und des Heilens über das Bewusstsein, das man inzwischen mit Methoden der Forschung weitgehend erklären kann sowie mit Spiritualität, und das uns zu den Wurzeln unseres innersten Wesens führt. Zur Heilkunst zähle ich schließlich all das, was dem Menschen nicht nur körperliche Heilung bringt, sondern ihm auch einen Lebenssinn aufweist in der Einöde unseres rein materialistisch orientierten westlichen Wertesystems.

Was meinen Sie mit der „Rückkehr der Ganzheit", auf die Sie sich mit dem Titel Ihres Buches beziehen?

Fragen Sie Ihren Arzt, was einen Patienten ausmacht. Er wird antworten: Körper, Seele und Geist — etwa so. Aber was behandelt er? In den meisten Fällen die körperlichen Symptome. Wir trennen mit der größten Selbstverständlichkeit all das vom Menschen ab, was oberhalb des Materiellen liegt, seinen Geist, seine Seele und auch das, was wir unter dem Göttlichen verstehen. Und immer deutlicher stoßen daher unser Gesundheitssystem und die konservative Medizin an ihre Grenzen. Deshalb brauchen wir wieder eine integrale Medizin, die den Menschen in seiner Ganzheit sieht und behandelt.

Was bedeutet die „Rückkehr der Ganzheit" für die Menschen in unserer Zeit im Allgemeinen und für den Umgang mit der Krankheit im Besonderen?

Wir alle müssen uns auf den Weg machen von unserem eher oberflächlich orientierten Ich zu unserem wirklichen tief persönlichkeitseigenen Selbst. Wir sollten uns nicht gegen die menschliche Entwicklung stellen, und deshalb sollten wir Werte wie Verständnis, Innerlichkeit, Zufriedenheit und Mitgefühl wieder höher einstufen als Bedürfnisbefriedigung, Gewinnstreben und das Diktat ohnehin leerer Sozialkassen. In den medizinischen Alltag muss neben einer Fülle von Anwendung wieder als ebenso starkes Prinzip die Zuwendung treten. Um die Vermittlung dieser Grundsätze bemühen wir uns in unserer Ärzteakademie für spirituell-energetisches Heilen. Dabei stellen wir durchgehend fest, dass inzwischen eine Generation von Ärzten und Therapeuten herangewachsen ist, die eine Erweiterung der Perspektiven unseres etablierten Medizinbetriebes längst für überfällig hält.

Internet: www.arzt-und-heiler.com




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